Städtereise nach Budapest

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Ungarn gilt nach wie vor als der Geheimtipp bei Reisen ins nahe Ausland. Weit bekannt, aber oftmals kaum beachtet, ist die Metropole an der Donau ohne Zweifel eine der schönsten Städte im mitteleuropäischen Raum, gespickt von Historie und Kultur. Doch nicht nur das: Mit 1,7 Millionen Einwohnern verströmt Budapest den Flair einer echten Weltstadt, auch wenn es an vielen Orten in der Stadt so scheint, als gingen die Uhren ein wenig anders.

Volle Pracht in tiefster Nacht: Kettenbrücke, Burgberg, Donau-Insel

Wie bei jeder Städtereise, stehen auch bei der Reise nach Budapest die klassischen Sehenswürdigkeiten hoch im Kurs. Das touristische Programm ist damit klar definiert und beginnt nicht selten Burgviertel, das seinem Namen mehr als gerecht wird. Grund dafür ist der Burgpalast und dessen erhabene Lage gleich am westlichen Donau-Ufer. Die Grundsteine des massiven Bauwerks reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück, während große Teile der Residenz insbesondere im 20. Jahrhundert sorgfältig restauriert wurden, mit der Folge, dass der Burgpalast seit über 20 Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Von ähnlicher Prominenz ist die Kettenbrücke. Die älteste Verbindung zwischen Buda und Pest kann es in Sachen Imposanz und Bekanntheit mühelos mit den anderen namhaften Brücken dieser Welt aufnehmen, ohne dabei ein gewisses Understatement vermissen zu lassen. Dies ändert sich jedoch spätestens in den Abendstunden, wenn die Dunkelheit die Mischung aus Donau, Burgberg, Kettenbrücke und Parlament in einen golden schimmernden Traum verwandelt, dessen Wirkung sich niemand entziehen kann.

Das Aushängeschild: Széchenyi in Budapest

Schon die Errichtung der Kettenbrücke um 1840 herum ging eindeutig auf einen einzelnen Namen zurück: István Széchenyi. Es ist daher keine Überraschung, dass der große Reformer noch weitere Spuren in der Stadt hinterlassen hat, und zwar immer genau dort, wo es auch die meisten Reisenden hin verschlägt. Eines der vielen Beispiele dafür ist das Széchenyi-Heilbad, seines Zeichens das größte Thermalbad Europas. Hinzu kommen die Széchenyi-Museumsbahn, die Széchenyi-Universität, das Széchenyi-Museum sowie Széchenyis Konterfei auf Banknoten und Briefmarken. Kurzum: Eine Städtereise nach Budapest ist stets geprägt von zahlreichen Begegnungen mit dem bekanntesten Patrioten des Landes. Széchenyi ist mit Budapest verbunden wie kaum eine andere historische Figur mit der Stadt, in der sie lebte und wirkte. Es liegt also einzig am Besucher selbst, auf historischen Pfaden zu wandeln und ein gewaltiges Stück Geschichte am eigenen Leib zu erfahren.


Bildnachweis: Titelbild: ©Shutterstock – Zoltan Katona

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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